[Rezension] Charlotte Link - das andere Kind

Seiten: 672
Verlag: Blanvalet
Preis: 9,99€

KurzbeschreibungEine alte Farm, eine einsame Landschaft, ein düsteres Geheimnis aus vergangener Zeit. Mit tödlichen Folgen für die Gegenwart ...

In der nordenglischen Küstenstadt Scarborough wird eine Studentin erschlagen aufgefunden. Monatelang tappen die Ermittler im Dunkeln – dann geschieht ein ähnlicher Mord. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Opfern ist nicht erkennbar. Und so klammert sich die ehrgeizige Polizistin Valerie Almond an das allzu Offensichtliche: an ein Zerwürfnis in der Familie des zweiten Opfers. Lange ist ihr der Blick jedoch verstellt für das Gift, das in dieser Familie wirkt, und dessen Ursprung sie bis weit in die Vergangenheit hinein zurückverfolgen müsste. Und fast zu lange dauert es, bis Valerie Almond begreift, dass ein kranker Täter seinen Rachedurst noch nicht gestillt hat …
(Quelle: Amazon) 


Meine Meinung: Die Geschichte beginnt mit einem Szenario aus der Vergangenheit. Eine Frau entdeckt auf einer Farm das dunkle Geheimnis, das der Farmer versucht hat zu verbergen. Als er sie entdeckt hat, versucht sie sich noch rauszureden, doch der Farmer ist misstrauisch und die Frau versucht zu flüchten. 

Nach dieser kurzen Szene beginnt auch schon die 'richtige' Geschichte. Auf einer Farm lebt die 35-jährige Gwen mit ihrem Varer Chad. Eine Freundin der Familie, Fiona, ist seit Gwen denken kann, immer an der Seite der beiden. Eines Tages bringt Gwen einen Mann mit nach Hause. Da die beiden optisch nicht auf der selben Skala sind, wird Gwens Familie misstrauisch über die Motive von Gwens Freund. Schnell verloben sich die beiden und bei der Verlobungsfeier kommt es zu einem riesigen Streit zwischen Gwens Freund Dave und der Familienfreundin Fiona. Am nächsten Tag wurde die Leiche Fionas gefunden. Einen Monat zuvor fand man eine Studentin, die auf die selbe Weise ermordet wurde wie Fiona. Und so beginnt die Ermittlung der Polizei. 

Der Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es liest sich wahnsinnig flüssig. Es gab Momente, in denen ich im Bett lag und ich mir vorgenommen habe nach dem Kapitel schlafen zu gehen, aber dann endete das Kapitel so gut, dass ich nicht einfach hätte aufhören können. Das Abbrechen fiel mir richtig schwer. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist, dass sozusagen drei verschiedene Handlungstränge existierten aus drei verschiedenen Jahrzehnten und alle eine einzige Geschichte ergeben. 
An sich spricht nichts dagegen dem Buch eine volle Punktzahl zu geben, allerdings gibt es dieses typische Szenario, das es bestimmt in jedem Buch, in jedem Film und in jeder Serie gibt: der Mörder steht vor einem Hauptcharakter und richtet die Waffe auf ihn. Er bringt ihn jedoch nicht gleich sofort um, er redet erst einmal und erzählt warum er das alles gemacht hat, was seine Probleme waren, wie er die anderen umgebracht hat, usw. Und so ist es eben auch in diesem Buch und ich hätte mir da irgendeine andere Situation gewünscht. Etwas, das man nicht so oft und überall schon gesehen oder gelesen hat. Wegen dieser Szene muss ich dem Buch leider einen Punkt abziehen. 

Somit gibt es von mir 4/5 Punkte. 

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